Aurelius

maraskanischer Entdecker

Description:

Aurelius ist sehr neugierig gegenüber schlicht allem. Speziell Sprachen und Bauwerke scheinen es ihm angetan zu haben. Sonderlicherweise scheint er jedoch nur wenig über Dere’s Wunder zu wissen und gerät bei den kleinsten Ungewöhnlichkeiten oft ganz aus dem Häuschen. Sein interesse für alle Rassen des aventurischen Kontinents ist so stark dass er möglichst objektiv versucht ein Buch über jene zu verfassen und so Misstände aufzuklären. Er hat vor, dieses Buch in allen Sprachen zu verfassen, damit “Aventurien für den Reisenden” auch für jedes Lebewesen, dass einer geschriebenen Sprache mächtig ist, einen Nutzen hat.
Allen guten Willen in Ehren scheint er aber gerade die Geschuppten besonders idealisiert hervorzuheben, was allenthalb für verständnisloses Kopfschütteln sorgt.



Aurelius in der Gruppe
____________________________________________________

Aurelius bleibt oftmals ruhig in der Gruppe und ist immer der Erste, der “Hier” ruft, wenn es um Bauwerke, Höhlen, das aufpassen auf einen wertvollen Gegenstand oder ähnliches geht. Genauso vermeidet er die Menschenmassen in den Städten und obwohl seine Augen immer groß und rund werden, wenn er Paläste und Burgen bestaunt, fühlt er sich merklich unwohl.
In Kämpfen handelt er manchmal überstürzt und hastig, was ihn bereits einmal eine schwere Wunde zugefügt hat. Jedoch sind seine Fähigkeiten mit dem Säbel beeindruckend und man kann ihm im Duell nicht so schnell etwas vormachen.
Sein Wissensschatz ist groß, denn zu vielen Fachgebieten, von Medizin, zu Geschichte, Schrift und Malerei über Sprachen bis hin zur Magiekunde hat er bereits etwas zu sagen oder kennt sich in ihnen halbwegs aus. Sein Wissensdurst jedoch ist größer. So ergriff er bereits die Gelegenheit und erlernt von Elentiel das Isdira und Ramirez erklärte auf sein Bitten hin bereit ihm das Tulamidisch in Schrift beizubringen.
Auf Reisen scheint er niemals wirklich die Zeit einfach totschlagen zu wollen (oder zu können). Wenn er keine Kräuter sucht, mit Reisemitgliedern den Kampf übt, oder irgendeine Sprache, die er ins Auge gefasst hat, erlernt, schreibt mit einer äusserst unleserlichen Schrift in sein Notizbuch, zeichnet Skizzen von Leuten, denen er jüngst zugesehen hat und macht sich dazu Bemerkungen. Interessanterweise befinden sich in seinem Buch auch eine große Fülle an Skizzen von Echsenmenschen.


Aurelius’ Meinung über Amaldo
____________________________________________________

Ich kann nicht sagen, dass ich ihn mag. Bei einer Reise im westlichen Garethien haben wir uns kennen gelernt und uns praktisch sofort überworfen. Mir scheint, dass er durchaus gebildet ist, wenn auch flatterhaft und mit begrenztem Horizont. In jedem Fall ist der Hass auf die Achaz, den vielen Menschen so eigen ist, bei ihm besonders stark ausgeprägt. Er ist für Argumente, gleich wie logisch sie vorgetragen werden, nicht zugänglich.
Wir haben seit unserem Streit und den Handgreiflichkeiten kaum noch miteinander geredet. Er scheint mich zu tolerieren und so halte ich es auch. Leider, muss ich sagen. Ich kenne keine Horasier und ich weiß nichts über Horasien selbst und ich hätte gern diese seine Sprache gelernt, von der man sagt, dass menschliche Poesie in horasisch am schönsten klinge. Ich weiß nicht genau, was Poesie sein soll, aber dennoch würde ich es gern lernen. Zudem verstehe ich immer noch nicht diese ganzen Rituale, mit denen Menschen unterschiedlicher Nation und Rang sich begrüßen. Sicherlich weiß Almaldo dies alles. Genauso interessiert mich die Beziehung von Almaldo zu seinem Raben Alrik. Es ist ein ungewöhnliches und zudem merkwürdig intelligentes Haustier.
Seinen Wert für die Gruppe kann ich noch nicht abschätzen. Ich habe seit unserem Streit kaum mit ihm geredet, jedoch aufgepasst. Mitunter geht er vor und redet mit Adligen und anderen Würdenträgern. Er schlägt sich dabei gut und scheint immer den richtigen Ton zu treffen. Er ist gebildet und kennt offensichtlich die Umgangsformen und Gepflogenheiten der verschiedenen Länder. Dahingehend wird er uns von großem Nutzen sein. Letztendlich ist es schade, dass wir uns nicht vertragen. Er könnte viel von mir lernen…und ich von ihm auch einiges.


Aurelius’ Meinung über Baro-Jak
____________________________________________

Mein Vater hat sie immer die „schwarzen Männer“ genannt. Ich vergesse bis jetzt immer wieder, wie die Menschen sein Volk nennen und wollte Baro-Jak schon mehrere Male als schwarzer Mann adressieren. Ich schätze, so etwas ist bei den Menschen eine Beleidigung.
Ich bin vorsichtig, wenn ich mit ihm rede. Auch wenn er mir ungebildet erscheint, so hat er ganz offensichtlich eine instinktive Intelligenz, eine Verschlagenheit, die ich bisher kaum bei einem Menschen sehen konnte. Zudem kommt er von einem Land noch weiter südlich als die Echsensümpfe. Ich fürchte, wenn ich zu oft und zu lange mit ihm rede, könnte er erkennen, woher ich komme und ich muss mich vorher vergewissern, wie die Gruppe über eine solche Herkunft denkt, bevor ich auch nur davon träumen kann, sie davon wissen zu lassen.
Baro-Jaks Talente sind möglicherweise gefährlich für uns. Er hat uns schon ein mal, im westlichen Garethien, seine Verschlagenheit gezeigt und das Ergebnis war…nicht so gut. Sollte das wieder geschehen, wird Baro-Jak möglicherweise die längste Zeit ein freier Mann gewesen sein, wie er es so oft betont. Und für uns könnte das auch gefährlich sein, je nach König, Sultan, Fürst oder was auch immer. Menschen haben eine furchtbar komplizierte Hierarchie.
Andererseits ist er geschickt und hält sich in den Kämpfen hinten. Versteckt und unbemerkt wartet er dann wie eine Kobra ab, bevor er zuschlägt. Seine Talente haben vielleicht auch etwas Gutes.
Bisher habe ich nur wenig mit ihm geredet, aber, wenn ich konnte, gelauscht, wenn er mit Ramirez oder Vanderbarth geredet hat. Ich mag seinen Dialekt, auch wenn ich ihn nicht so gut verstehe.


Aurelius’ Meinung über Elentiel
_____________________________________

Ich habe bis zu dem Tag, an dem ich Elentiel begegnete, noch nie einen Elfen gesehen und ich gestehe, ich habe wohl noch nie ein schönerem Wesen begegnen dürfen.
Unser erstes Treffen stand unter einem schlechten Stern, doch dieser Stern schien es sich überlegt zu haben. Keinen Tag später rettete Elentiel mir das Leben. Er hätte mich sterben lassen können, wie es wohl viele Menschen getan hätten, denen ich schon begegnet bin, aber er tat es nicht. Ich bin ihm immer noch dankbar dafür.
Der kleine Wüstenfuchs Walmada, der Elentiel überall hin folgt und den Elentiel wie einen gleichberechtigten behandelt, kann man wohl schwerlich als Haustier beschreiben, jedoch ist es ein niedliches und friedfertiges Tier. Dieses Salasandra, wie Elentiel es nannte, ist eines der Geheimnisse der Elfen, die ich gern verstehen würde. Elentiel scheint Menschenmassen genauso zu meiden wie ich, ist offensichtlich bewandert im Kampf und in der Magie und, ein Umstand den alle Elfen den Büchern nach gemein haben, ein hervorragender Bogenschütze. Er ist nicht immer, aber sehr oft, hilfreich und ein Gewinn für unsere Gruppe. Das führt mich zu meiner ersten mir unerklärlichen Frage, die ich mir stelle, seit ich das begriff: Wieso meiden Menschen die Elfen so sehr? Wieso verklären sie sie als Geister oder Scheinwesen, oder sogar, wie der Händler, dem ich einst diente, als widernatürliche Kreaturen? Wieso sind sie nicht etwas mehr wie sie?
Elentiel habe ich bereits ein wenig nach den Achaz ausfragen können, nach seiner Meinung zu den Echsenwesen. Da war kein Hass, keine Wut oder Zorn in seiner Stimme und einen Moment war ich versucht mein Geheimnis mit ihm zu teilen, doch ich zögerte und schwieg. Ich befürchtete Elentiels geistige Größe und Erfahrung zu überschätzen. Ich wollte ihn als Freund nicht verlieren, denn Elentiel zeigte mir auch die Liebe, die eigentlich Mann und Frau vereinen soll. Es war eines der schönsten Erlebnisse, an das ich mich erinnern kann. Seitdem schätze ich ihn wohl noch mehr, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass er ein wenig mit mir spielt. Das ist ein Spiel, dass ich genieße und in dem ich ausnahmsweise nicht immer gewinnen muss. Ich verstehe die Spielregeln nicht ganz, aber das ist mir gleich. Das alles führt mich zu folgenschwerer zweiter Frage: Wie kann es sein, dass die Götter, die den Menschen diese Organe gaben, ihnen die Lust, das Verlangen und das Vergnügen schenkten, miteinander zusammen zu sein, zwischen zwei als auch zwischen gleichen Geschlechtern, selbiges abstoßen und verurteilen, es als Tabuthema bannen, oder von ihren Dienern verlangen, dem zu entsagen?


Aurelius’ Meinung zu Ramirez
__________________________________________

Ramirez ist ein Söldner. Mehr hatte ich mir erst nicht zu ihm gedacht. Ein Mann, der Rüstung trägt und Waffen und dafür bezahlt wird zu kämpfen und zu töten. Grobschlächtig, dumm und brutal. Dem war jedoch nicht so.
Auch wenn ich in Tulamidien einiges über Ramirez’ herausfand, denn wir alle lernten seine vielköpfige Familie kennen und somit eine sehr redselige Mutter, die ihn mehrmals zur Heirat und der Erstellung seines Harems drängte(dieser Gedanke verursacht ihn mir trotz allen Nachdenkens nur ein Gefühl der Widerwärtigkeit). Trotz alledem scheint mir das Bild von ihm immer noch unscharf, ungenau. Er ist so verschlossen, so ruhig. Mein Vater würde sagen, er ist schlafender Maru. Ruhig, leise und leicht zu unterschätzen, doch dann schnell, blutrünstig, hungrig und gefährlich.
Ich habe bisher zwei Wettbewerbe gegen ihn gewonnen. Einen Trinkwettbewerb, den ich wohl nur der Revanche willen wiederholen werde, denn ich hatte noch nie solche Kopfschmerzen, und ein Kampfwettbewerb, den wir mit Säbeln ausfochten. Auch wenn es ein langer Kampf war, gewann ich. Wurde ich von meinem Lehrer Hra’zhr aus Selem doch besser unterrichtet als ich dachte? Oder hatte Ramirez einfach Pech? Gleichwohl, auch wenn ich gewann, wage ich es nicht, ihn zu unterschätzen. Er hat Kampferfahrung, die ich nicht besitze und die uns, sollten wir uns unserer Haut erwehren müssen, sehr nützlich sein wird. Zudem erklärte er sich bereit mir das Tulamidisch in Schrift beizubringen und wir beide üben regelmäßig den Säbelkampf miteinander. Er ist nicht nachtragend. Glaube ich zumindest.
Er scheint mir eher ausgeglichen, nur sein Aberglaube und seine Abneigung die Magie angehend fallen mir ständig auf. Sie fallen auf, ebenso wie sein Gesichtstuch, mit dem er einige sehr hässliche Narben zu verbergen versucht. Vielleicht werde ich ihn eines Tages danach fragen.


Aurelius’ Meinung zu Vanderbart
_______________________________________________

Vanderbart von Vander…schlusan…schlesien? Ich vergesse immer wieder seinen vollen Namen und rede ihn daher nur mit Vanderbarth an. Erst hielt ich ihn für einen fahrenden Ritter, doch seine nicht enden wollenden Reden, seine Gesänge, seine Geschichten. Ein Schriftsteller, der neuen Stoff zum Schreiben sucht.
Wenn es darum geht, zu reden, sich vorzustellen, unser Anliegen darzulegen, schickt unsere Gruppe oft Vanderbarth vor. Er kann mit Worten umgehen, wie ich nur wenige Menschen gesehen habe und hat uns dadurch schon sehr oft geholfen. Er ist ein Tulamide, wie Ramirez und ich sehe oft, wie die beiden sich unterhalten.
Durch Vanderbarths konstantes Singen und Musizieren ist mir zum ersten Mal klar geworden, warum die Menschen Musik so mögen. Ich gebe zu, es klingt interessant und hat eine Wirkung auf mich, die ich selbst nicht ganz in Worte fassen kann. Doch wieso sich manche Menschen nach Musikern verzehren, sie anhimmeln und sie verfolgen, will mir doch nicht in den Kopf. Ich verstehe es schlicht nicht, doch vielleicht kommt das noch. Mein Vater sagte mir, dass ich als Mensch auch meine körperlichen Schwächen akzeptieren müsse. Vielleicht ist dies eine der Schwächen. Oder vielleicht auch eine Stärke. Ich weiß es nicht.
Auch mit Vanderbarth habe ich noch nicht oft geredet. Ich werde nicht schlau aus ihm, das macht mich vorsichtig. Er gebärdet sich manchmal sehr merkwürdig, selbst für einen Menschen. Dann lacht er unwillkürlich los und wechselt rasant das Thema. Er redet oft von seinen Abenteuern, von seinen Heldentaten. So unterhaltsam die Abende sind, in denen ich mir diese anhöre, wenn er so etwas erlebt hat, wieso habe ich noch nie von ihm gehört? Viele Fragen die mich beschäftigen, doch ich bin sicher, bei einem solch redseligen Gesellen werde ich es bald erfahren.

Bio:

Interessen, Liebe, Hass, Ängste
_____________________________________________

Aurelius interessiert praktisch alles. Sprachen, Kampf, Wissen, Magie, Handwerk, Kunst. Es gibt fast nichts, was Aurelius ablehnt…abgesehen von Orks, über die er die schlimmsten Geschichten gehört hat.
Er liebt…er weiß nicht genau ob er liebt. Dort wo er herkommt, scheint er nicht viel davon kennengelernt zu haben. Doch wenn er gefragt würde, was er am meisten mag, am meisten schätzt, so würde er Elentiels Namen nennen, mit einem gewissen Lächeln. Ansonsten erwähnt er stets mit den höchsten Tönen seinen Vater.
Er fürchtet Dämonen. Nicht auf eine Weise, wie viele andere Menschen Angst haben. Allein der Gedanke sorgt dafür, dass Aurelius kalt wird. Er hört Stimmen und sagt immer wieder: “Nein…ich will es nicht sehen. Nicht! Du bist gestorben. Verschwinde…bitte…” Sein Selbstvertrauen löst sich auf und er ist nichts weiter als ein Häufchen Elend.


Zitate
____________________________________________

“Das soll Magie sein? Wo ist der Kristall…oh, ich äh…nichts. Ich halt schon die Klappe.”

“Eine…Borongesegnete Nacht? Ja…ich glaube so sagt man das…oder? Ja…”

Aurelius

Die Drachenchronik Noiratblack